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Unsere heutige Grundschule – wurde sie auch erst im Jahre 1975 erbaut und nahm sie mit dem Schuljahr 1975/76 ihren Betrieb auf – blickt doch auf eine traditionsreiche Vergangenheit zurück. Die in unmittelbarer Nähe unseres jetzigen Schulgebäudes im Jahre 1882 eingeweihte Brocker Schule war die zweite Bürgerschule in Brackwede. Sie wurde auf dem Gelände des ehemaligen Hofes Kulbrock errichtet

schule alt

Nach der allgemeinen Aufteilung der Volksschule in Grund- und Hauptschule im Jahre 1968 verblieben beide Schulformen noch im gemeinsamen Gebäude an der Von-Möller-Straße, bis für die Grundschule auf dem Gelände des Sportplatzes am Kupferhammer an der Mülheimer Straße im Jahre 1975 ein neues Gebäude errichtet wurde. Die Schule wurde im Sommer 1975 bezogen, aber nie offiziell eingeweiht. Sie behielt den Namen „Brocker Schule“.

Für die Hauptschule errichtete man ein neues Gebäude im Jahre 1978 an der Marienfelder Straße. Sie führte von nun an den Namen „Gustav – Heinemann - Schule“. Im alten Gebäude der Brocker Schule befindet sich heute die „Förderschule am Kupferhammer“.

Der Name Brock kam auch in den Eigennamen der dort liegenden Höfe vor wie z.B. Depenbrock, Kulbrock, Wißbrock und Siekernbrock. Mit der Auflösung der Höfe entstanden Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts Wohn- und Industriegebiet.

So heißt es in einem Bericht des Heimatvereins Brackwede von 1999: „Im Jahr 1916 erwarb Gerhard von Möller den Kulbrockschen Hof, um auch hier, wie auch schon auf dem Landheim, für seine Werksangehörigen die Errichtung von Eigenheimen zu ermöglichen. Die ersten Häuser der sogenannten Kulbrocksiedlung entstanden 1933. Die mitten durch die Siedlung führende „Von-Möller-Straße“ erinnert an den Mann, der durch die Bereitstellung von Bauland und Baugeld das Siedlungsprojekt erst möglich machte.“

Im Einzugsbereich unserer Schule gibt es auch heute noch das Miteinander von Wohnsiedlungen mit Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern, Handwerksbetrieben und Industrie, am Rande auch noch Landwirtschaftsbetriebe.

Die Brocker Schule wurde nach der Bauernschaft Brock benannt. Der Name „Brock“ geht auf die Bedeutung „Land, wo Wasser steht“ zurück. Heute haben wir in unserem Schuleinzugsgebiet keine Probleme mehr mit Überschwemmungen, freuen uns aber über die noch bestehenden Bachläufe der Lutter und des Trüggelbaches, die das Lernen am Biotop und in der Natur ermöglichen.

Der Blick zurück in die Geschichte lässt die veränderten Bedingungen von Schule im Zeitwandel deutlich werden.

Zog 1882 ein einziger Lehrer mit 180 Kindern in das neue Schulgebäude ein, so unterrichten heute 9 LehrerInnen die derzeitigen rund 110 Schülerinnen und Schüler. Unsere Schule hat sechs Klassen und hatte bis zum Ende des Schuljahres 2004 / 05 den seit 1975 angegliederten Schulkindergarten. Die Möglichkeit zur Förderung noch nicht schulfähiger Kinder wurde leider abgeschafft.

Die türkischen Kinder der Schule erhalten, in der Regel in den Schulvormittag integriert, herkunftssprachlichen Unterricht durch eine türkische Lehrerin / einen türkischen Lehrer.

Die Schule ist für den Großteil der Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Es gibt nur wenige Fahrschüler. So ist gerade im Hinblick auf den Schulweg das Einüben der sicheren Teilnahme am Straßenverkehr ein wesentlicher Bestandteil unseres Unterrichts.

Verkehrssicherheitstage, Radfahrschulung und –prüfung, Verkehrsprojekte (z.B. Bus fahren, Abgehen der Schulwege) mit Unterstützung der Eltern, Polizei und Verkehrsdiensten gehören dazu. Solche Aktionen helfen unseren Schülerinnen und Schülern, den sicheren, selbstständigen und auch rücksichtsvollen Umgang miteinander zu lernen und zu bewältigen. (vgl. Verkehrskonzept)

In direkter Nachbarschaft der Schule befinden sich zwei Kindergärten und die o.g. Förderschule. Eine Nachbarschaft aufzubauen und zu pflegen ist nicht nur für den privaten Bereich sinnvoll, sondern hat für den Umgang aller beteiligten Kinder, Eltern und Erzieher miteinander auch im schulischen Bereich großen Nutzen. Das gegenseitige Kennen- und Unterstützenlernen bereichert für jeden Einzelnen die Arbeit und den Alltag in der jeweiligen Institution. So wird gleich vom Kindergarten an deutlich, wie Menschen voneinander lernen und sich gegenseitig helfen können, sobald man Schritte aufeinander zugeht. Gegenseitige Besuche und Gespräche der Erzieher und Eltern mit der Schule gehören .zum Alltag, wie auch zum Beispiel  ältere Schüler der Förderschule mit ihrer Werkstatt unseren Kindern Sitzbänke für die Klassenräume gebaut haben.

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